Vermisstensuche an der Donau bei Erlau
Am Donnerstag, 30. Juli 2026, kam es an der Donau bei Erlau zu einer großangelegten Suche nach einer möglicherweise vermissten Person. Die Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle Passau erfolgte um 14:46 Uhr auf Anforderung der Polizei.
Treffpunkt für die Einsatzkräfte war der Donauperlen-Radrundweg im Bereich des betroffenen Donauabschnitts. Benötigt wurden Suchkräfte in und am Wasser sowie Unterstützung an Land. Alarmiert waren unter anderem die Feuerwehren Obernzell, Erlau, Edelsdorf und Pyrawang, die Wasserwacht, die DLRG und das BRK.
Ausgangspunkt der Suche war nach ersten Informationen eine unklare Lage am Ufer im Bereich des Altwassers bei Erlau. Dort waren eine Angelausrüstung und ein Kleinwagen über längere Zeit verlassen aufgefallen. Nachdem zunächst polizeiliche Abklärungen ohne Ergebnis geblieben waren, wurde eine Suche im Uferbereich und auf der Donau eingeleitet.
Im Einsatz waren mehrere Boote der Feuerwehren und der Wasserrettungsorganisationen. Zudem unterstützten Einsatzkräfte an Land, Drohnen, Hundeführer sowie Kräfte der Wasserschutzpolizei. Um 15:11 Uhr wurde zusätzlich die Feuerwehr Stadt Hauzenberg mit Rüstwagen und Boot nachalarmiert.
Die Suche dauerte mehrere Stunden und brachte bis zum späten Nachmittag zunächst kein Ergebnis. Wie die Polizeiinspektion Hauzenberg mitteilt, fehlt von dem Mann, dessen Auto und Angelausrüstung am Altwasser entdeckt worden waren, weiterhin jede Spur. Die Suche nach dem Vermissten werde aber fortgeführt, erklärt Martin Pöhls, der Leiter der Polizeiinspektion Hauzenberg. Er lobt ausdrücklich den Einsatz der Feuerwehren, welche die Polizei unterstützt haben. An der Suche zu Lande und zu Wasser war auch die DLRG Passau mit Personal und Booten beteiligt.
Am Sonntag kurz vor Mittag wurden die Feuerwehren Obernzell und Erlau sowie Kräfte des BRK alarmiert. Am Radweg zwischen Erlau und Obernzell war in der Donau eine männliche Leiche entdeckt worden.
Ein Radfahrer war von Erlau in Richtung Obernzell unterwegs, als er den Mann auf Höhe Pyrawang auf der deutschen Seite ufernah im Wasser treiben sah. Er verständigte sofort die Polizei. Die Feuerwehren Obernzell und Erlau rückten mit Fahrzeugen und Booten aus. Die zunächst alarmierte Feuerwehr Vichtenstein aus Oberösterreich gab den Einsatz intern an die Feuerwehr Pyrawang weiter. Deren Einsatz wurde angesichts der Lage später wieder abbestellt.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte war klar, dass der Mann nicht mehr gerettet werden konnte. Die Leiche trieb offenbar bereits seit mehreren Tagen im Wasser. Die Feuerwehr Obernzell brachte den Toten von der Fundstelle zu einer Sandbank am Altwasser auf Höhe der Kläranlage Obernzell. Dort übernahm die Kripo Passau die weiteren Untersuchungen. Zur Identität des Mannes gab es zunächst keine Angaben.
Am Montagnachmittag bestätigte das Polizeipräsidium Niederbayern, dass es sich bei dem Toten offenbar um den seit Donnerstag vermissten 44-jährigen Kroaten handelt. Nach aktuellem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Passau gibt es keine Hinweise auf Fremd- oder Gewalteinwirkung.